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Nur jeder 5. Vermieter erhöht die Miete nach Modernisierung (12.02.2008)

Haus & Grund: Mietenniveau ist zu niedrig, um Klimaschutzziele zu erreichen

 

Private Vermieter scheitern in den meisten Fällen an der Realisierung der Mieterhöhung, wenn sie ihre Immobilie energetisch verbessern. Nach einer aktuellen Studie des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) konnten private Vermieter seit 2002 in nur 20 Prozent der Modernisierungsfälle die Mieter über eine Mieterhöhung an den Kosten beteiligen. „In den anderen Fällen haben die Vermieter die Investitionskosten alleine getragen, während die Mieter von den Maßnahmen profitierten“, erläutert der Präsident der Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund, Rolf Kornemann. Das Mietenniveau in Deutschland ist nach seiner Auffassung deshalb zu niedrig, um die Klimaschutzziele im Gebäudebestand mittelfristig zu erreichen.

 

Nach seiner Einschätzung belege die Studie, dass das Gesetz dem Vermieter nur theoretisch die Möglichkeit biete, den Mieter mit einer Mieterhöhung um jährlich elf Prozent der Kosten an der Modernisierung zu beteiligen. Aber dieses Vorhaben scheitere in der Praxis häufig an den gesetzlichen oder von der Rechtsprechung festgelegten formalen Anforderungen an die Modernisierungsmieterhöhungen.

 

Die Kaltmieten in Deutschland sind seit 2002 um lediglich fünf Prozent gestiegen. Das mache sich auch in der wirtschaftlichen Bilanz der privaten Vermieter bemerkbar. 40 Prozent der Vermieter erzielen laut BBR-Studie mit ihrer Immobilie keinen Gewinn, bei 20 Prozent gibt es sogar Verluste. Folglich werden von den Vermietern ein zu niedriges Mietniveau und zu geringes Eigenkapital als größte Investitionshemmnisse angegeben.

 

„Der finanzielle Spielraum der privaten Vermieter ist zu eng. Geringere Energiekosten und Klimaschutz werden auch für Mieter nicht zum Nulltarif zu bekommen sein“, so Kornemann.

 

Die erwähnte Studie steht hier zum Download zur Verfügung.

 

 

Montag, 06.02.2012
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